Wer wir sind


Meike Goeseke


*19.02.1982

 

 

 

April 2001     Abitur
2001-2004     Ausbildung zur Industriekauffrau
2004-2007

    Studium der Pädagogik und Soziologie

    an der Ruhr-Universität Bochum

2007-2008

    Vollzeitausbildung zum D.O.G.S.-Coach im    
    Zentrum für Menschen mit Hund in Erftstadt

2008-2009

    Festanstellung als D.O.G.S.-Coach in den    
    Zentren für Menschen mit Hund in 

    Gelsenkirchen und Düsseldorf

seit 05.2009     selbständige Hundetrainerin in Bochum und
    Umgebung
 

 

Am Anfang war Bobby...

 

Pfotenabdrücke auf dem Teppich, lange weiße Haare auf meinem Bett und die Hausaufgaben in kleinste Fetzen gerissen. Alles deutete mal wieder darauf hin, dass Bobby es sich während meiner Abwesenheit in meinem Zimmer gemütlich gemacht hatte. Böse konnte ich natürlich nicht auf ihn sein, wenn er so schwanzwedelnd vor mir stand...

Bobby war, wie der Name schon vermuten lässt, ein Bobtail, der 1987 seinen Weg in unsere Familie fand. Mit ihm fing meine Leidenschaft für Hunde an. Ich genoss als kleines Mädchen seine Anwesenheit und unsere gemeinsamen Erlebnisse. Dass er keinen leichten Stand hatte, weiß ich erst  heute: Seine Eifersüchteleien meinem Bruder gegenüber, seine Angst vor Gewitter... all das machte ihn in meinen Augen so menschlich und liebenswert; für Bobby im Nachhinein aber ein ziemlich stressiges Leben.

Als Bobby im Jahr 2000 starb, war an einen neuen Hund leider nicht zu denken: Bobby war zum Einen unersetzlich und zum Anderen fehlte es einfach an Zeit, um einem Hund gerecht zu werden. 

Ich konzentrierte mich auf die Schule und meinen weiteren beruflichen Werdegang. Nach einer Ausbildung zur Industriekauffrau entwickelte sich rasch der Wunsch, näher mit Menschen zu arbeiten. Mein anschließendes Studium der Pädagogik und Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum sollte mir diesen Wunsch erfüllen. 

Durch Umwege über einige lerntheoretische Ansätze in Pädagogikseminaren wurde mein Interesse an Hunden neu geweckt; diente hier die Hundeerziehung doch oft zur Veranschaulichung des Prinzips der Konditionierung. 

Mein Bedürfnis auch praktisch wieder mit Hunden zu tun zu haben, stillte ich nunmehr mit Jobs als Hundesitter.  Der ein oder andere Hund stellte mich hierbei vor wahre Herausforderungen. Ich erhoffte mir durch Bücher, DVDs und Themenabende die passenden Tipps im richtigen Umgang mit den Vierbeinern zu finden. Ein Patentrezept gab es bedauerlicherweise aber nicht. Mittlerweile verbrachte ich viel Zeit damit, Hunde besser verstehen zu können, sodass sich bald der Berufswunsch herauskristallisierte, sowohl mit Menschen, als auch mit Hunden zu arbeiten. 

Eine große Portion Glück und die Tatsasche, dass ich mich am richtigen Ort zur richtigen Zeit näher über den Beruf "Hundetrainer" informiert hatte, eröffnete mir im Jahr 2007 die Möglichkeit, diesem Berufswunsch einen entscheidenden Schritt näher zu kommen.

Heute schätze ich mich glücklich, diesen Wunsch mit der erfolgreichen Absolvierung der Vollzeitausbildung zum Hundetrainer (D.O.G.S.-Coach) realisiert zu haben.

Die Ausbildung zum Hundetrainer machte einen eigenen Hund zweifelsohne unerlässlich. Meinen Hang zum Wuschelhund habe ich nicht verloren. Nach Bobby, dem Bobtail, bereichert heute Bibi, die Bearded Collie- Hündin, mein Leben. Die rassebedingte Sensibilität von Bibi stellt mich zum Einen zwar oft vor schwierige Aufgaben, zum Anderen ermöglicht sie aber auch besondere Erfolge im Training und in unserer Beziehung zueinander.

 

Mein Wissen für Sie und Ihren Hund...

 

Durch eine elfmonatige Vollzeitausbildung zum D.O.G.S. - Coach bei Martin Rütter ( "Der Hundeprofi", "Eine Coach für alle Felle", etc.) im Zentrum für Menschen mit Hund in Erftstadt hatte ich das Glück, mein Hobby "Hund" zum Beruf machen zu können. 

Intensive Unterrichtseinheiten rund um das Thema Hund in Praxis und Theorie bildeten während dieser Zeit meinen beruflichen Alltag.

 

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung arbeitete ich in Festanstellung für Martin Rütter in den Zentren für Menschen mit Hund in Gelsenkirchen und Düsseldorf. Zahlreichen Mensch-Hund-Teams verhalf ich hier sowohl in Einzel- und Gruppenunterricht als auch in Seminaren zu einer besseren Beziehung zueinander. Das in der Ausbildung erlangte Wissen vertiefte ich jeden Tag durch neue Erfahrungen in meiner Arbeit.

 

Zu den Inhalten meines beruflichen Alltags bei Martin Rütter zählten u.a.:

 

  • Aggressionsverhalten
  • Körpersprache und Kommunikation
  • Lernverhalten
  • Angst und Trauma
  • Jagdverhalten/unerwünschtes Jagdverhalten
  • Haltung mehrerer Hunde
  • Alltag mit Hund
  • Leinenführigkeit
  • Welpen
  • Kind und Hund
  • Training mit behinderten Hunden
  • Rassen
  • Kynologie
  • Ethologie
  • diverse Beschäftigungsformen
  • Apportiertraining
  • Fährtentraining
  • Clickertraining
  • Agility
  • Treibball
  • Flyball

 

Seit nun über 7 Jahren arbeite ich als selbständige Hundetrainerin im schönen Ruhrgebiet und lerne in meiner Arbeit jeden Tag hinzu und bilde mich stetig weiter. 

 

 

Leben heißt Veränderung...

 

Nach nunmehr 10 schönen, arbeits- und lehrreichen Jahren ganz im Zeichen des Hundes ist meine Zeit für eine persönliche und berufliche Veränderung gekommen. Schweren Herzens reduziere ich meine Arbeit als Hundetrainerin auf nur noch wenige ausgewählte Angebote. Diese Entscheidung ist Ergebnis langer und reiflicher Überlegungen; sie ist mir wahrlich nicht leicht gefallen. Eine intensive Beratung und kontinuierliche Betreuung von Menschen und ihren Hunden ist für mich zeitlich schlichtweg leider nicht mehr zu realisieren. Seit Oktober 2015 lege ich meinen Fokus im Hundetraining ‚nur noch‘ auf die Leitung von Welpengruppen.

 

Vielen Dank an alle Mensch-Hund-Teams, die ich begleiten durfte, für eine tolle Zeit und das entgegengebrachte Vertrauen! Ich habe viel über Hunde gelernt, aber mindestens genauso viel über Menschen. All diese Erfahrungen nehme ich mit auf meinen zukünftigen Weg und sie werden mir sicherlich in vielen beruflichen und alltäglichen Situationen weiterhelfen. Ohne Sie und Ihre Hunde wäre mir das nicht möglich. Haben Sie herzlichen Dank dafür! 

 

Ihre

Meike Goeseke

 




Wie wir arbeiten


 

Hunde unterscheiden sich immens sowohl in ihrer Kommunikation, als auch in ihrer Sozialstruktur von uns Menschen. 

 

Viele menschliche Verhaltensweisen müssen Hunde von Welpenalter an erst verstehen lernen, damit sie diese richtig interpretieren können. Unser Lachen beispielsweise gehört nicht zum Ausdrucksrepertoir eines Hundes; vielmehr könnte ein unzureichend geprägter Hund dieses gar als drohendes Verhalten aufgrund der gezeigten Zähne missverstehen.

Dass die meisten Hunde solche menschlichen Verhaltensweisen aber richtig einordnen können, ist Ergebnis eines Lernprozesses unserer Vierbeiner. 

 

Um eine harmonische Beziehung zum Hund zu erlangen, gilt es ebenso, hündische Verhaltens- und Kommunikationsstrukturen zu verstehen und dementsprechend mit diesen umgehen zu lernen. Nicht selten sind Kommunikationsmissverständnisse zwischen Mensch und Hund indes Ursache unerwünschten hündischen Verhaltens.

 

Die Basis unserer Arbeit bildet demzufolge die Analyse von Beziehungs- und Kommunikationsebene des jeweiligen Mensch-Hund-Teams. Im Laufe eines Trainings lernen Sie die Sprache Ihres Hundes besser zu verstehen und darauf adäquat zu antworten. 

 

Unser Trainingskonzept setzt stets an der Ursache einer (unerwünschten) Verhaltensweise an. Diese Methode gewährleistet ein auf lange Sicht deutlich effektiveres Trainingsergebnis, als lediglich eine reine Symptombekämpfung. 

 

Bestrafung unerwünschter Verhaltensweisen durch Gewalteinwirkung und/oder Unterdrückung des Hundes lehnen wir ausdrücklich aus unterschiedlichen Gründen (z. B. daraus resultierendes Misstrauen zum Menschen) ab. Stattdessen nutzen wir in unserer Arbeit vorwiegend das Prinzip der positiven Verstärkung, um erwünschtes Verhalten aufzubauen.

Ebenso nutzen wir gezielt körpersprachliche Kommunikationsformen, so dass zu einer gelungenen Interaktion zwischen Mensch und Hund beigetragen wird.

 

Große Bedeutung messen wir dem Spaß beim Hundetraining zu! Nur wenn Mensch und Hund Spaß am gemeinsamen Lernen haben, ist ein optimales Trainingsergebnis zu erzielen.

 

 

In der Vergangenheit wurde der Beruf des Hundetrainers in keinster Weise reguliert oder kontrolliert. Jeder, der Hundetrainer sein wollte, konnte es werden. Eine Überprüfung der Sachkunde oder sonstiger Kompetenzen blieb aus. Seit dem 01. August 2014 wurde vom Gesetzgeber ein neuer Paragraph im Tierschutzgesetz verankert, der besagt: "Wer gewerbsmäßig für Dritte Hunde ausbilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde.“ Seitdem besteht also für Hundetrainer in Deutschland eine Erlaubnispflicht zur Ausübung der Tätigkeit. Trotz der zum Teil fragwürdigen, insbesonderen uneinheitlichen Umsetzung der Erlaubniserteilung durch die zuständigen Veterinärämter, begrüßen wir das neu auf den Weg gebrachte Gesetz. Unserer Meinung nach ist es ein Schritt in die richtige Richtung und hat Signalwirkung für einen Tierschutz konformen und gegen einen Tierschutz widrigen Umgang mit unseren Hunden. 

 

Wir arbeiten nicht erst nach der Erlaubniserteilung durch die Stadt Bochum im Sinne des Tierschutzgesetzes. An oberster Stelle steht für uns im alltäglichen Umgang und im Training das physische und psychische Wohl der Hunde. Sämtliche Methoden und Hilfsmittel, die Hunden Schmerzen und/oder Angst und Schrecken bereiten oder darauf ausgelegt sind, den Hund in irgendeiner Form zu unterdrücken, werden bei uns nicht angewendet und ausdrücklich untersagt.  Ein gutes Hundetraining bedeutet für uns, Sie als Hundebesitzer mit der Sprache und den Bedürfnissen Ihres Hundes vertraut zu machen, so dass Sie diese im Training und im alltäglichen Zusammenleben berücksichtigen können und in Folge dessen aus Sicht Ihres Hundes ein kompetenter Sozialpartner werden. Einer lebenslangen Freundschaft zwischen Mensch und Hund steht so nichts im Wege.  

 

 

Bei uns sind Sie richtig, wenn...:

 

  • es Ihnen wichtig ist, Ihren Hund zu verstehen, seine Bedürfnisse zu berücksichtigen, seine Stärken zu erkennen und zu fördern sowie mit seinen etwaigen Schwächen umgehen zu lernen
  • Sie physische und psychische Gewalt im Umgang mit Ihrem Hund ausdrücklich ablehnen
  • Sie ggf. vorherige veraltete Denkweisen in der Erziehung Ihres Hundes über Bord werfen möchten (z. B. Dominanztheorien)
  • Sie ausschließlich über positive Verstärkung (Leckerchen, Spiel, Clicker, Lob etc.) eine Kooperation mit Ihrem Hund erreichen möchten
  • Sie mit Ihrem Hund leise kommunizieren möchten
  • ein kleinschrittiges Training mit Ihrem Hund für Sie einem Leistungsdenken vorzuziehen ist
  • wenn Sie offen sind für Neues und Spaß dran haben, sich mit Ihrem Hund zu beschäftigen

Dann freuen wir uns Sie kennenzulernen!